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Submariner Grundwasseraustritt

Submarine Groundwater Discharge

Sonrel (1868): Seeleute füllen Trinkwasser aus einer submarinen Süßwasserquelle auf.

Der Austritt von Grundwasser aus dem Ozeanboden ist bekannt seit den Tagen der Römer.

Sonrel hat bereits 1868 von dem Austritt von Süßwasser aus submarinen Quellen und deren spekulativer Nutzung sowie Risiken für Seeleute berichtet.

Seither haben mehrere Studien die Bedeutung von Flüssigkeitsaustritt, der Bildung von Küsten Plankton, hydrologischen Kreisläufen sowie der Freisetzung von Spurenelementen und Gasen wie z. B. Radon aus dem Meeresboden in Erwägung gezogen (Johannes, 1980; Valiela et al., 1990; Moore, 1996; Cable et al., 1997; Laroche et al., 1997).

Das Aussickern kann über größere Gebiete auftreten und somit können erhebliche Mengen an Süßwasser, gelöste Nährstoffe und Spurengase in die Weltozeane gelangen.

Neue Ergebnisse aus verschiedenen Regionen der Welt haben ergeben, dass das Aussickern von Grundwasser bedeutend ist für die Küstenumwelt, vom hydrologischen sowie auch vom umweltbezogenen Standpunkt aus gesehen.

Berichte über Flüssigkeitsaustritt aus den Küstenregionen wie z. B. vor Italien, Griechenland, Kreta, Japan, Israel, Libanon, Florida und dem baltischen Gebiet unterstreichen das weltweite Vorkommen dieses Transportweges von Land zu Wasser (Kohout, 1966; Zektser, 1996; Schlüter, 2002; 2004; Taniguchi et al., 2002).

Betrachtet man die verschiedenen regionalen Schauplätze, kann man verschiedene Abflussarten unterschieden: (1) konzentrierter Abfluss entlang Bruchstellen von Karst und steinigen Gebieten, (2) verteilter Abfluss durch weiche Sedimente, und (3) Rückführung von Salzwasser durch Sedimente. Die Zusammensetzung der Fluide reicht von fast reinem Süßwasser, wie es in den Karst-Gebieten der Fall ist, bis zum Ausfluss von Salzwasser, wie in den Küstenregionen von Florida (Cable et al., 1997).


 

In Küstenregionen wird der Grundwasserhorizont von einer Reihe von Maßnahmen und globaler Veränderung beeinflusst. Das Abpumpen von Grundwasser (für den menschlichen sowie industriellen Gebrauch), Salzwasser- Intrusion oder auch die Land-Senkung hat einen Einfluss auf den Küsten-Grundwasserhorizont. Submariner Grundwasseraustritt weist auf einen subozeanischen Pfad hin, der den Flüssigkeitsaustausch von Land und Ozean verbindet. In diesem Zusammenhang sollte auch das Konzept „Das unterirdische Flussmündungsgebiet: eine Reaktions-Zone von Grundwasser und Seewasser“ (Moore, 1999) erwähnt werden.

Die Erneuerungsrate des Grundwassers ist bezüglich eines nachhaltigen Wassermanagements ist eine entscheidende Variable. Sie zeigt an, wie viel Wasser vom Grundwasserhorizont entnommen werden kann, um zu verhindern, dass zuviel Wasser abgepumpt wird oder sich der Grundwasserstand verringert.

Vereinfacht heißt dies, dass die Erneuerungsrate des Grundwassers von der Wasserdifferenz unter Berücksichtigung von Niederschlag, Oberflächenabfluss, Verdunstung sowie Versickern errechnet wird.

In den meisten Küstenregionen ist die Verlustrate von Grundwasser aufgrund subozeanischen Abflusses unbekannt.


 

Processes affecting coastal groundwaters (acc. to Essink, 2001)

Gegenwärtig werden das Eindringen von Salzwasser und die damit zusammenhängende Salzanreicherung intensiv untersucht, wobei von Submarinen Grundwasseraustritt relativ wenig bekannt ist

 

Mehr Information über Submarinen Grundwasseraustritt finden Sie unter Eckernförder Bucht, eine Fallstudie.


 
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