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Bentho-Pelagische Prozesse


Die Biodiversität, Biomasse und Produktivität im Ozean ist oftmals nur fleckenhaft und ungleich zwischen der Wassersäule und dem Meeresboden verteilt: in der Hochantarktis stehen reiche benthische Gemeinschaften in starkem Kontrast zu einer räumlich und zeitlich nur sehr begrenzten pelagischen Produktion. Marine Warmblüter unternehmen ausgedehnte Wanderungen über tausende von Kilometern, um räumlich eng begrenzte Nahrungsgründe aufzusuchen. Wie werden solche Brennpunkte marinen Lebens inmitten von Eis- und Nährstoffwüsten aufrechterhalten? Was sind die zugrunde liegenden Mechanismen? Uns interessiert die Kopplung von benthischen und pelagischen Prozessen an den Schnittstellen der durch Sinken von Partikeln, Strömungen und wandernden Organismen angetriebenen Stoff-Flüsse. Unser Ziel ist hierbei, die ökologischen Prozesse zu verstehen, die zur Bildung von biogenem Habitat führen, zur Entstehung von Biodiversität und Nutzung von Ressourcen. Ein wichtiges Thema ist auch die Belastbarkeit der in engen Wechselbeziehungen stehenden benthischen und pelagischen Gemeinschaften gegenüber natürlichen Störungen und globalen Umweltveränderungen. Im Mittelpunkt unseres Interesses stehen epibenthische Gemeinschaften von Suspensionsfressern mit der vergleichenden Untersuchung ihrer Schlüsselarten in verschiedenen Breiten, die Rolle von dynamischen Prozessen, die zu Fronten- und Boden-nahen Anreicherungen von Plankton führen, sowie die raum-zeitliche Nutzung dieser Planktonanreicherungen im Nahrungsgefüge bis hin zu den Meeressäugern.

Bentho-Pelagic Processes. Grafik: R. Kuchta, AWI, Germany


 

Forschungsthemen skizzieren die wissenschaftlichen Arbeitsansätze und Projekte innerhalb des Forschungsprogramms.


 
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