07.September 2009
Anreise zur
AWIPEV-Forschungsbasis des Forschungsdorfes Ny-Ålesund
Hallo, es ist fast 21.00 Uhr und ich bin inzwischen in Ny-Alesund, auf der AWIPEV –Station nach mehreren Stunden Flug gut angekommen. Es trennen uns mehr als 3000km von einander. Was ich bis jetzt gesehen habe, war sehr vielfältig und beeindruckend für mich.
Die Berge ragen direkt vom Ufer hoch in den Himmel. An manchen Stellen finden sich Schneefelder und die ersten Gletscher konnte ich auch sehen. Sie liegen direkt vor unserer Station. Übernachtet habe ich noch in Longyearbyn. Dort kam ich kurz nach Mitternacht an. Als ich nach ein paar Stunden Schlaf zum Frühstück ging, begrüßte mich als erstes ein Polarfuchs. Ganz frech kam er auf mich zugelaufen, ohne jegliche Angst. Er scheint es zu lieben, dass er fotografiert wird. Dann bummelte ich durch den Ort und fand eine Schule, Kindergarten und eine tolle Uni, die ich mir genauer anschaute. Hier studieren Jugendliche aus der ganzen Welt. Longyearbyn ist die größte Siedlung auf Spitzbergen. Hier leben etwa 2000 Menschen. Sie haben ihre Arbeit, z.B. bei der Feuerwehr, im Krankenhaus, Post, Bank und vielen anderen Einrichtungen. Es gibt alles, was wir auch zu Hause haben, nur ihre Holzhäuser, in denen sie wohnen, die stehen auf Pfählen. Inzwischen kommen auch viele Touristen, die nicht nur Longyearbyn erobern wollen, sondern auch Spitzbergen. Doch Achtung; man muss stets in Begleitung sein, wenn man hier einen Ort verlässt, denn ein Eisbär könnte kommen. Deshalb braucht man einen guten Mann an seiner Seite mit Gewehr, falls es bedrohlich werden sollte. Das ist Vorschrift, auch hier für uns auf der Station. Geschossen wird jedoch nur im äußersten Notfall.
Was ich weiter erleben werde erfahrt ihr in meinen nächsten Berichten. Für heute gute Nacht, S.M.

Im Flughafen Empfangshalle

Polarfuchs


