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Panzerknacker mit gesundem Appetit - Die Strandkrabbe

Strandkrabben sind immer hungrig und streitsüchtig

Die Strandkrabbe ist sicherlich die auffälligste Krebsart im Wattenmeer. Kaum ein Wattwanderer der sich nicht schon mal von zwei drohend erhobenen Scheren einschüchtern ließ. Wie bei jedem Krebs beginnt auch das Leben der Strandkrabbe als Larve in Plankton. Nach dem Schlüpfen im Frühsommer durchlaufen sie schwimmend fünf verschiedene Larvenstadien, bevor sie von Juli bis August massenhaft auf den Wattflächen zum Bodenleben übergehen. Der Nachwuchs hat dann bereits alles was man als richtige Strandkrabbe braucht: Einen Panzer, acht Beine und zwei kräftige Scheren. Mit zwei Millimetern Panzerbreite sind diese Miniaturkrebschen allerdings wenig furchteinflößend. Um zu wachsen müssen Krebse buchstäblich aus der Haut fahren. Sie verlassen ihre starre, Kruste, strecken sich und bilden durch Aufnahme von Kalk aus dem Seewasser einen neuen, harten Panzer. Solche "Häutungen" erfolgen bei den jungen Strandkrabben in Abständen von wenigen Tagen. Etwa eine Woche nach der Ankunft im Watt sind sie einen halben Zentimeter breit. Es finden sich dann bis zu 200 Tiere auf einem Quadratmeter Wattboden. Den gesamten Sommer über fressen Scharen von jugendlichen und erwachsenen"Dwarslöpern" alles was der Boden hergibt. Würmer werden zerschnitten, Muscheln geknackt und selbst die eigenen Artgenossen werden nicht verschmäht. Aufgrund ihrer Vielzahl und ihrer räuberischen Lebensweise spielt die Strandkrabbe eine der Hauptrollen in den Nahrungsketten des Wattenmeeres. Wie Untersuchungen belegen, vermag ihr Appetit das Vorkommen anderer Wattorganismen erheblich zu beeinflussen. Ihrerseits steht die Strandkrabbe auf dem Speisezettel vieler Seevögel und Fisch


 
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