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Nordseegarneele - Krabbensalat in der Wasserpfütze

Garnelen sind optimal getarnt, was sie vor Räubern schützt

Die Gastronomen nennen sie Krabbe, die Zoologen sagen Garnele. Wie auch immer - jeder schätzt ihren Geschmack. Doch dieses rötliche gekrümmte Etwas, welches da gelegentlich durch die Mayonaise auf dem Krabbenbrötchen schimmert ist nicht nur für menschliche Gaumen eine Delikatesse. Von Ost-und Nordsee über den Atlantik bis zum Mittelmeer bilden diese Krebse eine wichtige Nahrungsquelle für Fische und Seevögel.
 
Um Sylt erreichen die Tiere eine Größe von etwa 8 cm. Diese Prachtexemplare halten sich aber bevorzugt in tieferen Wasserschichten auf und bleiben deshalb dem Wattwanderer meist verborgen. Der Garnelennachwuchs dagegen ist ab Juni auf den Wattflächen zu beobachten. Hier finden die kleinen Garnelen ausreichend Schutz vor hungrigen Fischmäulern. Folglich hüten sich viele junge Garnelen davor das Watt bei Ebbe zu verlassen und suchen stattdessen Zuflucht in Pfützen und Senken. Obwohl sich das seichte Wasser in solchen Gezeitentümpeln tagsüber stark erwärmt und der Salzgehalt durch Verdunstung oder Niederschläge starken Schwankungen. unterliegt, finden sich dort mitunter 200 Garnelen auf einen Quadratmeter. Sie sind zwischen Juli und August etwa1,5 Zentimeter lang und geben für unsereins noch keine üppige Mahlzeit ab. Watvögel und Strandkrabben vernaschen jedoch gern mal die jungen Krebse. Deshalb verbergen sich die Garnelen während des Tages vor ihren Feinden, indem sie sich halb in den Sand eingraben. Zusätzlich ermöglichen Pigmentzellen, daß sich der Krebspanzer farblich perfekt an den Wattboden anpaßt. Ist der Tag überstanden werden die Nordseegarnelen mit eintretender Dunkelheit aktiv. Dann schwimmen sie umher und fressen alles an Getier was noch kleiner ist als sie selbst. Zum Ende des Sommers verlassen die jungen Garnelen das Watt. Sie sind nun groß genug um sich den Gefahren im tieferen Wasser auszusetzen.


 
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