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Das Meeresleuchttierchen Noctiluca

Bringt das Meerwasser zum leuchten: das Meeresleuchttierchen

Bringt das Meerwasser zum leuchten: das Meeresleuchttierchen

Auch wenn es auf den ersten Blick ziemlich klar und durchsichtig erscheint – das Wasser des Wattenmeeres steckt voller Leben. Unzählige Organismen schweben darin und werden mit dem Gezeitenstrom hin und her transportiert. Dieses so genannte Plankton, das übersetzt "das Umhergetriebene" bedeutet, ist mikroskopisch klein und zeigt eine unglaublich große Artenvielfalt. Vor allem finden sich hier Kieselalgen (Diatomeen) und Panzergeißler (Dinoflagellaten) in wunderbar bizarren Formen, deren Schönheit so manchen Goldschmied inspirieren könnte. Die Dinoflagellaten können durch spezielle Bewegungsapparate aktiv schwimmen und durch ihre vielfältigen Lebensformen begeistern sie die Wissenschaft immer wieder.
 
Ein besonderer, weltweit verbreiteter Dinoflagellat ist das Meeresleuchttierchen Noctiluca. Es ist mit etwa 0,5 Millimetern Durchmesser vergleichsweise groß und macht auch noch auf andere Weise auf sich aufmerksam: Alle paar Jahre vermehrt es sich so massenhaft, dass sich das Wasser rot verfärbt. Die Rotfärbung kommt durch die aufgenommene Nahrung dieses nicht wählerischen, gefräßigen Räubers. Seine Massenvermehrung und die damit verbundene Wasserfärbung bezeichnet man als "Rote Tide", die zwar außergewöhnlich, aber für den Menschen  ungiftig ist.

Wie der Name sagt, kann das Meeresleuchttierchen aber noch viel spektakulärer auffallen: Es verursacht Meeresleuchten. Gerade während eines späten Bades in einer lauen Sommernacht kann man durch das hell erleuchtete Wasser um einen herum überrascht werden: Durch unsere Schwimmbewegungen werden die einzelligen Tiere angeregt und beginnen zu leuchten. Eine Eigenschaft die heute immer noch fasziniert und in der Wissenschaft als Biolumineszenz bezeichnet wird.


 
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