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Wale

In der Regel sind Wale nicht ganzjährig im Packeis anzutreffen. Wenn im Südsommer jedoch die Eisdecke aufbricht und im weiteren Verlauf viele Flächen offenen Wassers entstehen, suchen zumindest drei Walarten diese Meeresgebiete regelmäßig zur Nahrungssuche auf, wobei Zwerg- und Entenwale auch schon im Winter im Packeis beobachtet wurden. Der Grund, warum sich die Walbestände nach dem Walfangverbot von 1986/87 trotz des guten Nahrungsangebotes in der Antarktis nur sehr langsam erholen, hängt vermutlich damit zusammen, daß eine Walkuh im Laufe ihres Lebens nur 3-5 Kälber erfolgreich aufzieht.


 
Southern bottlenosed whale

Minkewal

Der Zwerg- oder auch Minkewal (Balaenoptera acutorostarta) ist mit 9-10 m Länge und einem Gewicht von 6-8 Tonnen der kleinste Großwal, zugleich aber auch die häufigste Walart unseres Planeten. Dabei haben sie vermutlich davon profitiert, daß ihre größeren Verwandten nahezu ausgerottet wurden und das generelle Walfangverbot kurz nach der Umstellung des Walfangs auf Minkewale (1971/72) in Kraft trat. Aber auch heute werden noch jährlich ca. 300 Tiere größtenteils von Japan und Norwegen zu "wissenschaftlichen" Zwecken gefangen. Minkewale sind die einzigen Bartenwale, bei denen zumindest die Weibchen ihr Verbreitungsgebiet im Packeis haben, während Männchen und andere Großwale sich am Rande oder weit nördlich der Eisgrenze aufhalten. Darüber hinaus sind Zwergwale weltweit verbreitet, nach neueren, gentechnologischen Untersuchungen wird jedoch vermutet, daß arktische und antarktische Zwergwale zwei eigenständige Arten sind.


 
Southern bottlenosed whale

Entenwal

Der Südliche Entenwal (Hyperoodon planifrons) gehört zu den Zahnwalen und wurde nach seinem eher delphinartigen "Schnabel" benannt. Da er sich nach bisherigen Beobachtungen sehr oft in Eisfeldern aufhält und zudem sehr lange tauchen kann (mehr als eine Stunde), ist diese Art sowohl für die Wissenschaft, als auch für den Walfang nur sehr schwer zugänglich und daher kaum erforscht. Von wenigen Strandungen an der australischen Küste weiß man, daß Entenwale eine Länge von etwa zehn Metern und ein Gewicht von ca. sechs Tonnen erreichen können. Wissenschaftler des AWI konnten bei ihren Aufenthalten auf der Drescher-Sommerstation bisher regelmäßig Entenwale beobachten, die im dortigen Inlett zu Dutzenden auf Beutejagd gehen. Dabei sind besonders die spektakulären Sprünge, die die Wale vor oder nach ihren Tauchgängen zeigen, atemberaubend.


 
Orca

Schwertwal

Der Schwertwal (Orcinus orca), der auch als Mörderwal bekannt ist, verdankt seinen Namen der großen, bei Männchen fast zwei Meter langen Rückenflosse. Dieser größte Delphin wird bis zu 9 Metern lang und erreicht dabei ein Gewicht von bis zu 8 Tonnen. Wie die Entenwale sind auch die Schwertwale (im Gegensatz zu Bartenwalen) sehr soziale Tiere, die in einem engen Familienverband, den sogenannten Schulen, leben. Anders als die Entenwale tauchen die Schwertwale zum Nahrungserwerb nicht in große Tiefen, sondern jagen Fische, Pinguine und Robben nahe der Oberfläche. Dabei haben einzelne Walschulen besondere Jagdstrategien entwickelt und sich teilweise auf einzelne Beutetiere spezialisiert.


 
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