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Pinguine

Drei Pinguinarten sind häufig auf dem Meereis anzutreffen, wobei bislang nur eine Art, der Kaiserpinguin, das Eis zum Brüten und zur Aufzucht der Küken nutzen.


 
Emperor penguins

Kaiserpinguin

Die Kaiserpinguine (Aptenodytes patagonica) sind mit einem Gewicht vom 30 kg und einer Größe von über einem Meter die größten Pinguine. Zudem sind sie die einzigen, die auf dem Eis brüten und somit die einzigen Vögel die ihr ganzes Leben keinen Fuß auf das Land setzen. Die Kaiserpinguine brüten in großen Kolonien von mehreren tausend Tieren. Die Weibchen legen ein einzelnes Ei, das von den Männchen während des Winters drei Monate lang bebrütet wird. In dieser Zeit nehmen die Tiere keine Nahrung zu sich und verlieren bis zu 40% ihres Gewichts. Erst dann kommen die Weibchen, die die Kolonie nach der Eiablage verlassen haben, zurück und teilen sich die Fütterung der Küken mit den Männchen. Obwohl für den Menschen keine augenscheinlichen Unterschiede zwischen den einzelnen Tieren bestehen, finden sich Elternpaare immer wieder und gehen lebenslage Ehen ein.


 
pingu, adelie

Adéliepinguin

Adéliepinguine (Pygoscelis adeliae) sind die individuenreichste Pinguinart, die zudem das größte Verbreitungsgebiet aufweist. Mit einer Größe von durchschnittlich 70 cm und einem Gewicht von 5 kg sind sie deutlich kleiner als die Kaiserpinguine. Obwohl Adéliepinguine eigentlich in riesigen Kolonien auf dem Festland brüten, gibt es immer wieder Pioniertiere, die versuchen, auch auf dem Meereis ein Nest zu bauen. Bislang ist aber kein erfolgreicher Versuch bekannt, da die Eier in den Eisnestern gefrieren. Wie die Kaiserpinguine, brüten auch bei den Adéliepinguinen zunächst die Männchen die beiden Eier aus. Auch das Nahrungsspektrum, das aus Krill und Fisch und bei Kaiserpinguinen zusätzlich aus Tintenfisch besteht, ist bei den beiden Arten ähnlich.


 
Chinstrap penguin

Zügelpinguin

Der Zügelpinguin (Pygoscelis antarctica) ist mit 50 cm der kleinste der drei Arten und hält sich seltener auf dem Meereis auf. Sein Verbreitungsgebiet ist auf den Westen der Antarktischen Halbinsel und wenige subantarktische Inseln beschränkt. Seine Nahrung besteht fast ausschließlich aus Krill, den er meist in Küstennähe fängt. Da im Verbreitungsgebiet der Zügelpinguine auch viele Adéliepinguine brüten, konkurrieren die beiden Arten oft um die spärlichen Brutplätze. Vor allem ein Rohstoff ist immer wieder Anlaß zu aggressiven Auseinandersetzungen: kleine Steine für den Nestbau. Von der starken Dezemierung der Wale, haben die Zügelpinguine am meisten profitiert, ihr Bestand ist seit dieser Zeit besonders stark gestiegen.


 
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