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Meereisbildung

Durch die im Wasser gelösten Salze, ist der Gefrierpunkt von Meerwasser erniedrigt. Erst bei einer Wassertemperatur von unter -1,9°C bilden sich kleine, milimetergroße Eiskristalle, die sich an der Wasseroberfläche ansammeln und den sogenannten Eisbrei bilden. Da dieser Eisbrei die Bildung kleiner Wellen verhindert, ist die Wasseroberfläche dort besonders glatt. Mit der Zeit und mit weiter abnehmender Temperatur verdichtet sich der Eisbrei zu Klumpen von wenigen Zentimeter Größe. Durch Wind und Wellen reiben sich diese Klumpen ständig aneinander und bekommen eine scheiben-, oder auch pfannkuchenförmige Gestalt. Nach und nach nimmt sowohl die Dicke als auch der Durchmesser dieser Eispfannkuchen zu und gleichzeitig verschmelzen die Pfannkuchen, bis sich eine geschlossene Eisdecke gebildet hat. Durch Überschiebungen von einzelnen Eisplatten kommt es dabei oftmals zur Ausbildung einer rauhen oder gar zerklüfteten Oberfläche. Während diese Rauhigkeit an der Eisunterseite von Tauchern gut zu erkennen ist. scheint die Eisoberseite relativ glatt zu sein. Dies hängt damit zusammen, daß die Schneeauflage viele Unebenheiten glättet.


 
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Die geschlossene Eisdecke ist nicht nur ein Lebensraum auf dem Tiere leben, sondern auch in dem Organismen Leben. Hierbei spielt der Eisbildungsprozeß wiederum eine entscheidende Rolle. Die kleinen Eiskristalle, die sich zu Beginn bilden werden durch Wind und Wellen immer wieder in größere Wassertiefen gedrückt. Während ihres Auftriebs kommen sie mit kleinsten Mikroorganismen, dem sogenannte Plankton, in Kontakt, das sich an den Eisnadeln anheftet und sich so in dem Eisbrei an der Oberfläche ansammelt. Ein anderer Mechanismus zur Anreicherung von Plankton, das größtenteils aus einzelligen Kieselalgen und geringfügig aus ebenfalls einzelligen Tieren besteht, wird auch vom Wellengang getrieben. Hierbei werden die Organismen durch die wellenbedingte Wasserströmung in den Eisbrei hineingepumpt. Nachdem sich die Algen an die Bedingungen im Meereis akklimatisiert haben und ausreichend Licht zur Verfügung steht, beginnen sie zu wachsen, so daß sich oft eine braun-grüne Färbung der Eisschollen erkennen


 
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