Krill
Der antarktische Krill (Euphausia superba) nimmt die zentrale Stelle im Nahrungsnetz der südpolaren Gewässer ein. Dem Krill kommt dabei eine ähnliche Rolle zu, wie dem Hering in den Gewässern der Nordhalbkugel, da in der Antarktis ein schwarmbildender Fisch dieser Größenordnung fehlt. Der Krebs ist ca. sechs Zentimeter groß und ernährt sich überwiegend von Mikroalgen - dem Phytoplankton - aber auch von kleinen Ruderfußkrebsen, die zum Zooplankton gehören. Dazu ist sein Freßapparat so ausgebildet, daß er seine Nahrung sowohl aus dem freien Wasser filtrieren, als auch von der Unterseite des Meereises abweiden kann. Viele Wal-, Robben-, Fisch-, Tintenfisch- und Vogelarten sind nahezu völlig vom Krill als Nahrungsquelle abhängig. Das Meereis nutzt der Krill aber nicht nur als Weidegänger, die vielen Höhlen, Spalten und Risse dienen vor allem dem jungen Krill zum Schutz vor seinen Feinden. Insgesamt ist die Biomasse des Krills größer als die der Menschen, wobei einzelne Schwärme die Fläche Andorras einnehmen können.




