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Eisschmelze

Wenn im Frühling und Sommer die Temperaturen von Luft und Wasser steigen, beginnt das Meereis zu schmelzen und die geschlossene Eisdecke zerbricht in einzelne Schollen. Dabei entstehen zunächst sehr mächtige Schollen mit einer Fläche von vielen Hektar. Diese zerbrechen dann allmählich zu immer kleineren Schollen. Die Gesamtfläche an Eis, die in der Antarktis während des Sommers schmilzt beträgt rund 14 Millionen Quadratkilometer. Während sich das Meereis zurückzieht, gelangt eine Vielzahl von Organismen, hauptsächlich Algen, die sich im Eis stark vermehrt haben, wieder ins freie Wasser. Dort setzen sie ihr Wachstum fort und dienen als Saatpopulation für Phytoplanktonblüten, die im Herbst wieder in das neu entstehende Eis eingeschlossen werden, womit sich der Kreislauf schließt. Viele der Algen überleben den Winter im Eis allerdings nicht. Sie überstehen die extremen Lebensbedingungen nicht, sterben ab und sinken nach der Eisschmelze auf den Meeresgrund hinab wo sie in Tausenden von Jahren mächtige Sedimentschichten aufbauen. Die Meereisgrenze zum offenen Wasser strotzt im Sommer vor Leben. Viele Fische, Vögel, Robben und Wale halten sich in ihrem Bereich auf, um sich in diesem "Schlaraffenland" zu ernähren. Junge Pinguine und Robben, die auf dem Meereis geboren wurden finden hier einen idealen Start in ihr neues Leben.


 
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