Warum frieren Pinguine nicht?
Pinguine haben ein sehr dichtes Federkleid. Der Kaiserpinguin, der sich von den weltweit 18 existierenden Pinguinarten am weitesten nach Süden vorgewagt hat, besitzt auf jedem Quadratzentimeter Körperoberfläche etwa zwölf Federn. Sie sind gebogen und nebeneinander angeordnet, sodass ein dachziegelartiges Muster entsteht. Von außen betrachtet erscheinen die einzelnen Federn recht kurz, da sie sich überlappen und nur die kurzen Spitzen aus dem Federkleid herausragen. Dennoch sind die Federn durchschnittlich vier Zentimeter lang.
Das Außengefieder reiben Pinguine - wie die meisten anderen Vögel auch - mithilfe ihres Schnabels mit einem Öl ein. Dieses Öl wird in der am Schwanz sitzenden Bürzeldrüse produziert und macht das Gefieder Wasser abweisend. So können auch Eis und Schnee nicht an Pinguinen haften.
Im Inneren des Federkleides, an der Basis der Federkiele, sitzen daunige Büschel, die sich zu einem "wolligen Unterhemd" dicht zusammenschließen. Zwischen der Haut und den Daunen wird Luft eingeschlossen und trägt damit zum idealen Wärmeschutz bei. Taucht ein Pinguin, werden die Federn durch den Wasserdruck an den Körper gepresst und ein Strom feiner Luftblasen entweicht aus dem Gefieder. Pinguine müssen also nicht nur zum Atemholen auftauchen, sondern auch um ihren Wärmeschutz zu erneuern. Sie schnellen im hohen Bogen aus dem Meer heraus, wodurch das Wasser abgeschüttelt und gleichzeitig die aus dem Gefieder entwichene Luft erneuert wird.


