Druckversion dieser Seite
PDF-Version dieser Seite

 

Wächst das "Ozonloch" über der Antarktis?

Im Südwinter 2002 ist das Ozonloch signifikant kleiner ausgefallen als in den vergangenen Jahren. Es ist in etwa vergleichbar mit dem Ozonloch des Jahres 1986. Das Potenzial für starken Ozonabbau hat sich aber nicht verringert. Seltene Wetterbedingungen in der Stratosphäre (circa zehn bis 50 Kilometer Höhe), die dort höhere Temperaturen bewirkten, ließen dieses vergleichbar kleine Ozonloch zu. Noch im Winter 2000 wurde gemeldet, dass das Ozonloch in der Antarktis so groß wie nie zuvor sei. Damals zeigten Messungen im Bereich der Neumayer-Station eine Reduktion des atmosphärischen Ozons um etwa 70 Prozent vom Normalwert. In der Höhe von 14 bis 20 Kilometern war zeitweise überhaupt kein Ozon vorhanden.

An der Neumayer-Station des Alfred-Wegener-Instituts wird die Ozonkonzentration mit Ozonsonden gemessen. Ballons tragen ein Ozonmessgerät bis zu einer Höhe von 30 Kilometern in die Atmosphäre. Während des Aufstiegs werden die Messdaten an die Station übertragen. Siehe hierzu auch unter www.awi-bremerhaven.de/MET/Neumayer/ozone_nrt.html. Ein Gesamtbild der momentanen Entwicklung des Ozonlochs entsteht erst durch das Zusammenstellen vieler lokalen Messungen und Satellitenbeobachtungen, wie es unter anderem von der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) in Genf geschieht. Die aktuellen Ozon-Bulletins der WMO können unter www.wmo.ch/web/arep/gawozobull00.html eingesehen werden.

Das aktuellste Satellitenbild zum momentanen Stand der antarktischen Ozonentwicklung gibt es unter: www.cpc.ncep.noaa.gov/products/stratosphere/tovsto/latest_sp.gif.


 
Druckversion dieser Seite
PDF-Version dieser Seite