Druckversion dieser Seite
PDF-Version dieser Seite

 

Heinz Kohnen – Begründer der AWI-Logistik

Begründer der AWI-Logistik Heinz Kohnen (1938-1997)

Heinz Kohnen (1938-1997) Begründer der AWI-Logistik

geboren: 05. Februar 1938 in Oberhausen
gestorben: 25. Juli 1997 in Nienberge bei Münster

Heinz Kohnen, Geophysiker an der Universität Münster, ist schon in den 60er Jahren in der Polarforschung aktiv. Er nimmt an verschiedenen Expeditionen in die Antarktis, nach Grönland, Alaska und in die kanadische Arktis teil. Er ist der Wegbereiter der AWI-Logistik schon vor der Institutsgründung im Jahre 1980: In der Sommersaison 1979/80 nimmt er als Leiter einer Expedition der "Polarsirkel" zur Standorterkundung der ersten bundesdeutschen Antarktisstation teil. Deren Errichtung galt als eine der Bedingungen für die Unterzeichung des Antarktisvertrags durch die Bundesrepublik Deutschland.

Zunächst wird sich für einen Standort im Filchner/Ronne-Schelfeis entschieden. Als die Baumannschaft des ebenfalls von Heinz Kohnen geleiteten Unternehmens "Eiswarte" 1980/81 diesen Standort wegen ungünstiger Eisverhältnisse nicht erreichen kann, weichen sie zu einem Ersatzstandort im Ekström-Schelfeis aus. Hier wird am 3. März 1981 die deutsche Georg-von-Neumayer-Station eingeweiht und damit die Bundesrepublik in den Kreis der Antarktisvertrags-Staaten aufgenommen.

Am 1. Sept. 1982 beginnt Heinz Kohnen offiziell seinen Dienst am Alfred-Wegener-Institut als Leiter der AWI-Logistik. In seine Dienstjahre fallen die Indienststellung der "Polarstern" (1982) und der ersten Polarflugzeuge (1983), der Aufbau der Koldewey-Station auf Spitzbergen (1991), die Errichtung der zweiten deutschen Antarktis-Station "Neumayer" (1992) und die Einweihung des Dallmann-Labors an der argentinischen Station Jubany (1994). Weltweite Beachtung findet auch die von ihm verantwortete Entsorgungskampagne, in der Schirmacher-Oase (1993-96), bei der auch die ostdeutsche Antarktis-Station "Georg-Forster" abgebaut wurde.

Heinz Kohnen hat die Logisitk des AWI entscheidend geprägt und ihr zu internationalem Ansehen verholfen. Er starb völlig unerwartet im Sommer 1997 im Alter von 59 Jahren.

Nach ihm wurde die Feldstation des europäischen Bohrprojekts EPICA im Dronning Maud Land, Antarktis, benannt, die am 11. Januar 2001 offiziell in Betrieb genommen wurde.


 
Druckversion dieser Seite
PDF-Version dieser Seite
 

Verwandte Seiten

Kohnen-Station