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Eduard Dallmann – Vom Walfänger zum Polarforscher

Eduard Dallmann (1830-1896)

Eduard Dallmann (1830-1896)

geboren: 11. März 1830 in Flehte bei Blumenthal (gehört heute zu Bremen)
gestorben: 23. Dezember 1896 in Blumenthal

Eduard Dallmann fährt bereits als 15-jähriger zur See. Schon bald sammelt er Erfahrungen auf Walfang- und Frachtschiffen. Im Jahr 1859 bricht er als Kapitän zum ersten Mal zu Walfangreisen in den Pazifik auf. Viele weitere Walfangfahrten folgen. 1873 übernimmt er das Kommando über das Dampfsegelschiff "Groenland", mit dem er zu einer Fangreise an die Antarktische Halbinsel aufbricht. Damit leitet Dallmann die erste deutsche Reise in die Antarktis, auf der eine Fülle geographischer Entdeckungen gemacht werden.

Anschließend wendet sich Dallmann wieder der nördlichen Hemisphäre zu. So arbeitet er in der Zeit von 1877 bis 1884 maßgeblich an der besseren Erschließung Sibiriens. In diesem Zusammenhang stehen unter anderem seine Versuche, einen Seeweg zu den Mündungen der sibirischen Flüsse Ob und Jenissej zu etablieren.

1884 tritt er in die Dienste der "Neu-Guinea-Compagnie" und erkundet nunmehr die Küsten Neu-Guineas. Wegen gesundheitlicher Probleme und Verbitterung über Willkür und Ungerechtigkeit bei den deutschen Kolonialbestrebungen beendet Dallmann 1894 sein Berufsleben.

Eduard Dallmann ist der Namensgeber des Dallmann-Labors, das 1994 auf King George Island eröffnet wurde.


 
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