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AWI-Förderverein ehrt „stille Helden“ und außergewöhnliche Nachwuchswissenschaftler

Die Preisträger des "Silent Hero-Awards" Petra Kadel und Winfried Hebold-Heitz (2. von links und 2. von rechts) mit den beiden AWI-Direktorinnen Heike Wolke (links) und Karin Lochte (rechts). Foto: Alfred-Wegener-Institut

Sebastian Rokitta und Sandra Heinrichs wurden mit dem AWI-Doktorandenpreis 2012 ausgezeichnet. AWI-Direktorin Prof. Karin Lochte gratulierte den beiden Preisträgern ganz herzlich. Foto: Alfred-Wegener-Institut

19. Dezember 2012. Zum ersten Mal in der Geschichte des Alfred-Wegener-Institutes für Polar- und Meeresforschung hat der AWI-Förderverein gestern einen „Silent Hero-Preis“ vergeben. Die Unterstützer des AWI möchten mit dieser auf insgesamt 3000 Euro dotierten Auszeichnung jene AWI-Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ehren, die im Wissenschaftsalltag kaum im Rampenlicht stehen, deren Arbeit und Einsatz für das Institut jedoch herausragend sind.

Dies gilt auf außerordentliche Weise für die beiden Preisträger Petra Kadel und Winfried Hebold-Heitz. Petra Kadel unterstützt als technische Assistentin die wissenschaftliche Arbeit an der Wattenmeerstation auf Sylt und sei „eine tragende Säule der Küstenforschung, die weit über die Institutsgrenzen bekannt ist“, sagte Laudatorin Prof. Karen Wiltshire.

Winfried Hebold-Heitz ist der Familienbeauftragte des AWI und hat mit seinen Projekten und Ideen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie landesweit Maßstäbe gesetzt. Zu den beliebtesten Familien-Angeboten des Institutes zählen die AWI- Kinderkrippe sowie die abwechslungsreichen Ferienprogramme für Mitarbeiterkinder. Und für so manchen Wissenschaftler unter Zeitdruck hat Winfried Hebold-Heitz auch schon mal nach Dienstschluss den Nachwuchs vom Kindergarten abgeholt.

Genauso viel Beifall wie die „Silent Heros“ erhielten im Anschluss die diesjährigen Preisträger des AWI-Doktorandenpreises. Mit dem auf jeweils 1000 Euro dotierten Preis würdigt der AWI-Förderverein Nachwuchswissenschaftler, die sich nicht nur durch wissenschaftliche Exzellenz auszeichnen, sondern sich auch über die Grenzen ihres eigenen Forschungsprojektes hinaus engagieren.

In diesem Jahr hatten zwei Biologen die Jury überzeugt: Der Preis ging an Dr. Sebastian Rokitta und Dr. Sandra Heinrich. Sebastian Rokitta hatte zur Frage „Wie wirken sich Umweltveränderungen auf kalkbildende Planktonarten aus“ geforscht und neben dieser Arbeit auch an der Universität Bremen und in der Graduiertenschule POLMAR gelehrt, die Zusammenarbeit institutsinterner Forschungsgruppen vorangetrieben und Gelder für weitere Forschung eingeworben.

Sandra Heinrich ist für ihre Pionierarbeit zum Thema „Wie passen sich Braunalgen Klimaveränderungen an?“ geehrt worden. Laudator Christian Wiencke lobte sie außerdem „für ihre außergewöhnliche Hilfsbereitschaft“. Sandra Heinrichs habe ratsuchenden Kollegen und Studenten jederzeit mit hilfreichen Tipps zur Seite gestanden.


 

Polarstern auf dem Weg in die Antarktis: Erste Messgeräte erfolgreich ausgebracht

Auch 4 Meter Seegang machen der Crew der Polarstern nichts aus: Ein Ozeanbodenseismometer (OBS) wird zu Wasser gelassen. Foto: Folke Mehrtens, Alfred-Wegener-Institut

Windstärke 7, etwa 4 Meter Wellenhöhe und 3 Grade Celsius Lufttemperatur: Die Furious Fifties (rasende Fünfziger) machen ihrem Namen alle Ehre. In der Region zwischen dem 50. und 60. Breitengrad Süd bremsen keine Landmassen die Westwinde über dem Atlantik, so dass Stürme und hohe Wellen eher alltäglich als außergewöhnlich sind. Dementsprechend stellt sich die Besatzung der Polarstern routiniert darauf ein, auch schweres Gerät sicher auszusetzen: Der Bug des Schiffes wird in die Wellen gedreht, so dass das Arbeitsdeck während der so genannten Stationsarbeit von den größten Wellen verschont bleibt. Derzeit auf dem Stationsprogramm: zehn Ozeanbodenseismometer (OBS), die in den kommenden zwölf Monaten Mikroerdbeben aufzeichnen sollen. Die Geophysiker an Bord sind guter Dinge, dass die Ozeanbodenseismometer gut am Meeresgrund ankommen. Kommendes Jahr sollen sie wieder geborgen werden, hoffentlich voll mit Daten, die Rückschlüsse über die Beschaffenheit der Erdkruste und die Entstehungsgeschichte des Westindischen Rückens erlauben.


 

Helge Gößling gewinnt UFZ-Wettbewerb "Wissenschaft verstehen"

5. Dezember 2012, AWI-Klimawissenschaftler Helge Gößling (rechts im Bild) hat gestern in Leipzig einen von zwei ersten Preisen beim Wettbewerb "Wissenschaft verstehen" gewonnen. Der Experte für Klimamodellierung begeisterte die Wettbewerbsjury vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) mit einem Vortrag, in dem er anschaulich erklärte, wo der Regen herkommt und wie globale Computersimulationen die komplizierten Zusammenhänge zwischen Niederschlag und Verdunstung zeigen können. Mit diesem Thema hatte sich Helge Gößling für seine Dissertation am Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg intensiv auseinandergesetzt. Seit Mitte Oktober dieses Jahres arbeitet er als Klimamodellierer am Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven. Der zweite "erste Preis" ging an den Österreicher Ulrich Bohrn.

Der Wettbewerb "Wissenschaft verstehen" wird vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig ausgeschrieben. In diesem Jahr hatten sich 44 junge Wissenschaftler um den Kommunikationspreis beworben. Erstmals vergab die Jury zwei erste Plätze. Mehr Informationen finden Sie hier in einer Pressemeldung des UFZ.


 
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