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Neue Broschüre: Unser Klima aus der polaren Perspektive

Unter dem Titel „Klimaforschung am Alfred-Wegener-Institut – Die polare Perspektive“ hat das Institut eine neue Broschüre veröffentlicht. Reich bebildert, verständlich geschrieben und übersichtlich gestaltet, gibt sie einen guten Einblick in die verschiedenen Themen der Klimaforschung in den Polargebieten.

Die Erde befindet sich in einem tiefgreifenden Klimawandel. Der letzte Bericht des Weltklimarates (IPCC) von 2007 zeigt zum einen, dass der Klimawandel extrem schnell voranschreitet und zum anderen, dass die Erwärmung der vergangenen 50 Jahre mit großer Wahrscheinlichkeit überwiegend durch den Menschen bedingt ist. Insbesondere die Polargebiete erweisen sich als sehr empfindlich gegenüber bereits geringen Klimaänderungen und spielen deshalb für das  globale Klimageschehen eine besonders wichtige Rolle.

„Die Beobachtungen der Temperaturveränderungen in den Polarregionen zeigen eine etwa doppelt so rasche Erwärmung in der Arktis und auf der Antarktischen Halbinsel im Vergleich zum globalen Mittel. Diese rasche Erwärmung betrifft nicht nur die Polarregionen, sondern hat weltweite Auswirkungen. Das Schmelzen der Eisschilde in Grönland und in der Westantarktis beschleunigt den Meeresspiegelanstieg und damit Veränderungen an allen Küsten, die Verringerung des Meereises beeinflusst das globale Klima, der Verlust von Permafrostregionen ändert ganze Landschaften und setzt Klimagase frei, und tiefgreifende Veränderungen des polaren Ökosystems sind als Folge zu erwarten“, schreibt Prof. Dr. Karin Lochte, Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft, in ihrem Vorwort.

Die Broschüre können Sie auf der Internetseite des Klimabüros für Polargebiete und Meeresspiegelanstieg herunterladen (PDF, 8MB), oder kostenlos bestellen unter info(at)klimabuero-polarmeer.de


 

Prof. Antje Boetius neues Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz

26 November 2010. Prof. Antje Boetius  wurde als ordentliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz gewählt. Auf der September-Sitzung wurde die Leiterin der Helmholtz-Max-Planck-Brückengruppe für Tiefseeökologie und -technologie in die Klasse für Mathematik und Naturwissenschaften aufgenommen - eine von drei Klassen der Akademie. 

Die Mainzer Akademie dient satzungsgemäß der Pflege der Wissenschaften und der Literatur und wirkt auf diese Weise für die Bewahrung und Förderung der Kultur. Die Wissenschaftsakademie ist eine Vereinigung von Wissenschaftlern und Literaten und sieht sich in der Tradition von Gottfried Wilhelm Leibniz. Hier finden Sie die Pressemitteilung der Mainzer Akademie...

 


 

Prof. Jörn Thiede gewinnt Ausschreibung des russischen Ministeriums für Bildung und Wissenschaft

Neues Labor für Prof. Jörn Thiede. Der Meeresgeologe und ehemalige Direktor des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung gehört zu den Gewinnern einer Ausschreibung des Ministeriums für Bildung und Wissenschaft der Russischen Föderation. Unter seiner Federführung wird das neue Labor „Paläogeographie und  Geomorphologie der Polarländer und des Weltozeans“ an der Staatlichen Universität St. Petersburg geschaffen. Das Labor wird interdisziplinäre Forschung betreiben, u.a.  paläogeographische, geologisch-geomorphologische und geochronologische Untersuchungen des Reliefs und der Kontinental- und Meeressedimente in den Polarregionen und Weltmeeren durchführen. Unter anderem soll das Labor einen „Geologischen Atlas der Polarländer“ in zwei Bänden (Arktis und Antarktis) verfassen.


Das Ausschreibungskomitee der russischen Regierung gab die Namen der insgesamt 40 Gewinner bekannt. Weitere 40  Projekte werden nächstes Frühjahr ausgewählt. An der Ausschreibung haben  512 Wissenschaftler und 179 russische Hochschulen teilgenommen. Jeder  Antrag wurde von zwei russischen und zwei ausländischen anonymen  Experten begutachtet. Bewertet wurden drei Kriterien: Die Qualität des  Projektes, das Niveau der Hochschule und die Qualifikation des  einzuladenden Wissenschaftlers. Einzigartig ist das Finanzierungsvolumen: Für den Zeitraum von 2010 bis 2012 werden für dieses Programm 12 Milliarden Rubel (rund 283 Mio. Euro) zur Verfügung gestellt. Die maximale Höhe der Finanzierung eines Projektes beträgt 150 Millionen Rubel (rund 3,5 Mio. Euro). Die Mittel werden der Hochschule überwiesen, dürfen aber nur nach Absprache mit dem eingeladenen Wissenschaftler ausgegeben werden. Hier finden Sie eine Pressemitteilung zum Thema...


 

Sieger des Wettbewerbs "Green Talents Award" zu Gast

Am 11. November kommt eine Besuchergruppe des "Green Talents Award" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ans AWI. Mit dem Wettbewerb des BMBF werden junge herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus aller Welt eingeladen, deutsche Forschungseinrichtungen zu besuchen, die im weitesten Sinn im Bereich Nachhaltigkeit arbeiten. Aus 234 Bewerber/innen aus 57 Ländern wurden nun die 20 Preisträger ermittelt. Mehr Infos zum Wettbewerb auf dieser Seite des BMBF...


 

Von der Marinen Forschung zur Anwendung in der Offshore-Windenergie

Karen Wiltshire WAB Workshop

Am 9. November organisierten das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI), das Institut für Marine Ressourcen (IMARE) zusammen mit der Windenergieagentur Bremerhaven/Bremen (WAB) den Workshop „Von der Marinen Forschung zur Anwendung in der Offshore-Windenergie“. Die Veranstaltung fand im Bremerhavener t.i.m.e.Port II statt und führte Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft zum Austausch über Anwendungen, Innovationen und Dienstleistungen aus der Forschung für die Wirtschaft zusammen. Nach dem Einführungsvortrag der stellvertretenden AWI-Direktorin, Prof. Karen Wiltshire über die Auswirkungen des Klimawandels auf die Nordsee gab es elf anwendungsbezogene Fachvorträge zu den drei Themenblöcken:
•    Umgebungseinflüsse auf Offshore-Anlagen und ihre Überwachung
•    Begleituntersuchungen und Genehmigungsverfahren von Offshore-Windenergieanlagen
•    Neue Konzepte für den Bau und die Nutzung von Offshore-Anlagen.
In Diskussionen und direkten Gesprächen konnten die Teilnehmer die Themen vertiefen und erste Projektideen für mögliche weitergehende Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft entwickeln.


 

Ozeanversauerung: Bald auch in einem Ozean in Ihrer Nähe

Die Versauerung der Ozeane geschieht heute zehn mal schneller, als zur Zeit des großen Artensterbens in der Klimageschichte vor 55 Millionen Jahren. Wenn die Versauerung so schnell weitergeht wie derzeit, werden im Jahr 2050 empfindliche Meeres-Ökosysteme wie Korallenriffe schwer geschädigt sein. Diese und weitere Erkenntnisse und Zahlen zu Geschwindigkeit und Ausmaß der Auswirkungen von Kohlendioxid-Emissionen auf die Ozeane und den Menschen schildert der neue Bericht „Ocean Acidification: Questions Answered “ (Ozeanversauerung: Fragen beantwortet). Über 30 führende internationale Meeresforscher haben die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse in dem Bericht zusammengefasst, um Öffentlichkeit und Politik das drängende Problem der Ozeanversauerung nahezubringen. Unter ihnen sind Prof. Dr. Jelle Bijma, Biogeochemiker am Alfred-Wegener-Institut und Themenkoordinator im europäischen Ozeanversauerungs-Projekt EPOCA, sowie Prof. Dr. Hans Otto Pörtner, der stellvertretender Koordinator des deutschen BIOACID-Projekts ist. Der Bericht wird am 4. November von Prinz Albert II auf einer Konferenz in Monaco vorgestellt. Weitere Informationen und einen download des Berichts gibt es auf der EPOCA-Webseite...

 


 
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