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Im Fokus: 50 Jahre Langzeitmessungen Helgoland Reede

Wie steht es um den Dorsch in der Nordsee? Können Algen den Magen von Ruderfußkrebsen bis in die Kotballen lebendig passieren? Überleben jamaikanische Krabben, wenn die weltweite Ozeantemperatur weiter steigt? Und wie schnell steigt die Temperatur überhaupt? All diese Untersuchungen haben eines gemeinsam: Sie nutzen die Helgoland Reede Langzeitdatenreihe. Wer fundiert über Veränderungen im Meer berichten will, braucht verlässliche Daten. Die erheben seit nunmehr 50 Jahren Kolleginnen und Kollegen der Biologischen Anstalt Helgoland. Die Kombination von physikalischen und biologischen Parametern in hoher zeitlicher Auflösung ist weltweit führend: Jeden Werktag werden Temperatur, Salz- und Nährstoffgehalt und die Sichttiefe gemessen. Und die Kleinstlebewesen aus dem Meerwasser zwischen Helgolands Hauptinsel und Düne werden gefangen, bestimmt und gezählt. Wie das genau vonstatten geht und wozu es wichtig ist, erfahren Sie in diesem Fokus.


 

Video zur Langzeitforschung: Langer Atem gefragt

Prof. Dr. Karen Wiltshire ist Leiterin der Biologischen Anstalt Helgoland. Wissenschaftlich interessiert sie sich vor allem für die mikroskopisch kleinen Algen, die im Ozean vorkommen. Damit ist sie nicht nur verantwortlich für die Helgoland Reede Lanzeitdatenreihe, sondern auch immer gespannt, was in den Fängen steckt! Wie eine tägliche Probenahme vonstatten geht, wie sie anschließend aufbereitet werden und warum die Messungen wichtig sind, haben wir in einem Film zusammengestellt. Hier geht es zum Video.


 

Helgoland Reede im Spiegel der Zeitgeschichte

Von Konrad Adenauer bis Angela Merkel: Sieben Bundeskanzler und eine Bundeskanzlerin haben Deutschland während der letzten 50 Jahre regiert. Die Gleichberechtigung von Frauen war noch Zukunftsmusik und Rassendiskriminierung in vielen Ländern noch nicht überwunden, als auf Helgoland die Langzeitdatenreihe startete. Erst seit den 1990er Jahren ist das Internet verbreitet - unseren kleinen Rückblick in die Historie hätten wir also damals noch anders gestalten müssen...


 

Die Welt der Algen: Am Anfang wird gezählt

Algen lassen sich von niemandem täuschen: Verändern sich die Nährstoffzusammensetzungen in der Nordsee oder steigt die Wassertemperatur, reagiert das Phytoplankton nahezu zeitgleich. Aus diesem Grund nimmt die Crew des Helgoländer Forschungsbootes AADE bei jeder Ausfahrt auf die Helgoländer Reede nicht nur Wasserproben, sondern fischt auch nach Plankton, das im Anschluss haargenau untersucht wird. Wie kniffelig diese Aufgabe sein kann und welche Technik die Arbeit inzwischen erleichtert, lesen Sie hier...


 

Die Bedeutung von Langzeitforschung

Woher wissen wir, dass sich das Klima global und regional verändert? Vor allem aus der statistischen Analyse der täglichen Wetterbeobachtungen, die weltweit in allen Ländern der Erde mit Standard-Methoden gewonnen werden. Aus diesem Datenschatz versucht man zwischen natürlichen zyklischen Schwankungen und vom Menschen gemachten Trends zu unterscheiden und globale und regionale Vorhersagen für die nahe und ferne Zukunft zu entwickeln. Der Meeresforscher Prof. Dr. Gotthilf Hempel - Gründungsdirektor des Alfred-Wegener-Instituts - ordnet den Wert von Langzeitdatenreihen in diesem Beitrag ein.


 

Wie kommt man an das Objekt der Begierde?

50 Jahre Helgoland Reede Langzeitdatenreihe - was steckt überhaupt an täglicher Arbeitsroutine dahinter? In dieser Bildergalerie möchten wir Ihnen die Abläufe etwas näher bringen. Zunächst auf dem Forschungskutter AADE, mit dem die Mannschaft Wasserproben nimmt, Netze schleppt und Temperatur sowie Sichttiefe des Wassers bestimmt. Anschließend im Labor, wo Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Proben aufarbeiten und analysieren. Zur Bildergalerie geht es hier.


 
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